Wie funktioniert ein Server und wie richtet man ihn ein? Was verbirgt sich hinter dem Begriff LAMP-Stack und wie erstellt man eine solche Umgebung?
Begriffsbestimmung
Der Begriff Server wird im Alltag in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet:
- als Hardware, also ein Computer, der Dienste oder Daten für andere Computer (Clients) bereitstellt
- als Software, die auf einem Computer läuft und Anfragen von Clients verarbeitet
- als Betriebssystem, das speziell auf den Serverbetrieb ausgelegt ist und bereits bestimmte Programme oder Pakete mitbringt.

Gerade im Bereich der Betriebssysteme haben sich Linux-Varianten etabliert, etwa Debian Server, Ubuntu Server oder Fedora Server.
Einen Server aufsetzen
Der beste Weg, die Grundlagen und Funktionsweise eines Servers zu verstehen, ist, selbst einen aufzusetzen.
Als Beispiel zeigen wir, wie man einen Server mit den aktuellen Versionen Fedora 42 und Ubuntu 25.04 installiert. Dazu verwenden wir virtuelle Maschinen: Zuerst wird das Betriebssystem eingerichtet, anschließend die notwendige Server-Software.
LAMP-Stack
Ein klassisches Beispiel für Server-Software ist der sogenannte LAMP-Stack.
Unter einem LAMP-Stack versteht man die Kombination aus:
- Linux als Betriebssystem
- Apache als Webserver
- MySQL oder MariaDB als Datenbank
- PHP als Skriptsprache
Diese Komponenten werden häufig eingesetzt, um dynamische Webseiten zu entwickeln und bereitzustellen. Heute wird dabei oft MariaDB genutzt, da es als freie Weiterentwicklung von MySQL gilt.
Ausblick
Natürlich lässt sich eine komplette Serverumgebung auch schneller mit vorgefertigten Paketen wie XAMPP oder MAMP oder mithilfe von Docker-Containern einrichten. Doch wer die Grundlagen Schritt für Schritt nachvollzieht, gewinnt ein deutlich besseres Verständnis – und kann spätere Werkzeuge gezielter einsetzen.
Im nächsten Beitrag schauen wir uns zunächst an, wie man Fedora Server und Cockpit installiert.
